KI-Marketing, SEO & GEO · Drei-Jahres-Kosten

Die versteckten Kosten einer billigen Website: Ein Drei-Jahres-Rechenbeispiel

Der Tag der Unterschrift ist der einzige Tag, an dem der Startpreis zählt

Am Tag, an dem eine Website-Offerte unterschrieben wird, gewinnt fast immer die tiefste Zahl auf dem Papier. Das ist kein Denkfehler, sondern schlicht die einzige Zahl, die an diesem Tag überhaupt vorliegt. Was an diesem Tag fehlt, ist der Blick auf die 36 Monate danach: Hosting- und Domain-Rechnungen, die weiterlaufen, Abogebühren für ein Baukastensystem, Plugin-Lizenzen, die irgendwann ausser Support fallen, ein Redesign, das früher fällig wird als gedacht, und – falls ein Anbieter wechselt oder ganz verschwindet – die Kosten, die eigenen Inhalte aus einem fremden System herauszulösen.

Ein kleines, bewusst vereinfachtes Beispiel vorweg, ausführlicher weiter unten: Eine Baukasten-Website für rund CHF 25 im Monat kostet über drei Jahre gerechnet knapp CHF 900 – im Wesentlichen das Abo, ohne grössere Zusatzkosten. Eine einmalig für CHF 900 gebaute Website ohne Wartungsvertrag kann über dieselben drei Jahre teurer werden, sobald irgendwann ein Anbieterwechsel und eine Migration nötig werden. Das Ergebnis dreht sich dabei nicht automatisch zugunsten der teureren Variante – es hängt von der Nutzungsdauer und von Annahmen ab, die getroffen werden müssen. Genau deshalb macht dieser Artikel diese Annahmen sichtbar, statt sie zu verstecken.

Die These dieses Artikels lautet deshalb nicht «billige Websites sind teuer» – das wäre selbst eine Art Marketing-Behauptung. Sie lautet: Ein Website-Preis ohne Zeitachse ist eine unvollständige Zahl. Was eine Website über drei Jahre tatsächlich kostet, hängt von Kostentreibern ab, die in der ursprünglichen Offerte selten auftauchen. In manchen Fällen bleibt die günstige Lösung trotzdem die richtige – auch das gehört in diesen Artikel, nicht nur die halbe Geschichte.

Die versteckten Kostentreiber, die eine Offerte nicht zeigt

Die folgenden neun Positionen erscheinen selten als eigene Zeile in einer Website-Offerte – unabhängig davon, ob eine Baukastenlösung, ein Freelancer oder eine Agentur dahintersteht. Wer sie vor dem Vertragsabschluss kennt, kann gezielt nachfragen, statt sie erst zu entdecken, wenn die erste Rechnung dafür eintrifft.

  • Domain- und Hosting-Verlängerung: läuft unabhängig vom einmaligen Baupreis jedes Jahr weiter, ganz gleich, welcher Anbieter die Website gebaut hat.
  • Plugin- und Erweiterungslizenzen: viele Zusatzfunktionen – Buchungsformular, Mitgliederbereich, erweiterte Formulare – laufen über Jahreslizenzen, die separat verlängert werden müssen.
  • Baukasten-Abogebühren, die mit dem Funktionsumfang steigen: das Basis-Abo wirkt günstig, bis ein Online-Formular, eine Mehrsprachigkeit oder ein Shop ein höheres Tarif-Tier verlangt.
  • Sicherheitsupdates und Patches: entweder Zeitaufwand in Eigenregie oder eine separat verrechnete Betreuungsleistung – eine Website, die niemand aktuell hält, wird nicht sofort sichtbar unsicherer, aber real.
  • Redesign-Zyklen: Vorlagen und Designtrends altern, und bei stark vorlagenbasierten Systemen ist eine grössere Überarbeitung oft nur durch einen faktischen Neubau möglich, nicht durch ein Update.
  • Content-Pflege-Reibung: Wenn Änderungen nur über den ursprünglichen Anbieter möglich sind, kostet auch ein einfacher Text- oder Bildwechsel Zeit und manchmal eine Rechnung.
  • Migrationskosten bei einem Anbieterwechsel: Ohne Eigentum an Code und Inhalten bedeutet ein Wechsel selten einen Umzug, sondern einen Neubau – mit entsprechendem Preis.
  • Drittanbieter-Tools mit eigenem Abo: Newsletter-Anbindung, Terminbuchung, Live-Chat – jedes zusätzliche Werkzeug bringt eine eigene, oft monatliche Rechnung mit.
  • Ungeplanter Support nach Stundensatz: Einzelne «kurze» Änderungswünsche wirken für sich genommen klein, summieren sich über drei Jahre aber zu einem eigenen Kostenblock.

Das Rechenbeispiel: die Annahmen, bevor die erste Zahl fällt

Die folgenden drei Szenarien sind ein Rechenbeispiel, keine Marktstatistik. Sie zeigen, wie sich Kostentreiber über drei Jahre addieren lassen – nicht, was eine Website «im Durchschnitt» kostet, denn diesen Durchschnitt gibt es seriös nicht zu beziffern. Vier Annahmen gelten für alle drei Szenarien:

  • Betrachtungszeitraum: drei Jahre ab Launch – eine praktikable Grösse für einen ersten Ownership-Vergleich, keine feste Lebensdauer für jede Website.
  • Alle Beträge sind Beispielzahlen zur Illustration der Mechanik, keine Herstellerangaben und kein Marktdurchschnitt. Wer eigene Zahlen hat, sollte mit diesen statt mit den Beispielwerten rechnen.
  • Der eigene Zeitaufwand für Aufbau, Text oder laufende Pflege fliesst nicht als erfundener Stundensatz in die Franken-Summe ein, wird aber an den jeweiligen Stellen ausdrücklich benannt.
  • Entgangene Umsätze durch schlechte Performance oder Konversion werden aus demselben Grund nicht beziffert – dazu mehr im entsprechenden Abschnitt weiter unten.

Szenario A: Baukasten-Website in Eigenregie

Eine Inhaberin baut ihre Website selbst mit einem Baukastensystem, ohne externe Hilfe. Domain und Hosting sind im Abo enthalten.

  • Jahr 1: Abogebühr CHF 25 pro Monat, CHF 300 im Jahr. Kein separater Aufbaupreis, da Eigenleistung – der eigene Zeitaufwand für Aufbau und Texte wird hier nicht beziffert, ist aber real.
  • Jahr 2: Abogebühr weiterhin CHF 300. Ein Online-Buchungsformular wird nötig und verlangt ein höheres Tarif-Tier, Mehrkosten CHF 120 im Jahr. Jahr 2 gesamt: CHF 420.
  • Jahr 3: Abogebühr CHF 300 plus Buchungsformular CHF 120. Das Design wirkt gegenüber neueren Vorlagen sichtbar veraltet; eine Auffrischung mit punktueller Freelancer-Hilfe kostet CHF 450 einmalig. Jahr 3 gesamt: CHF 870.
  • Drei-Jahres-Summe Szenario A: CHF 1’590 in Franken, zuzüglich des eigenen, hier nicht bezifferten Zeitaufwands für Aufbau, Text und laufende Pflege.

Szenario B: günstiger Einmal-Build ohne Wartungsvertrag

Ein Kleinunternehmer beauftragt eine Einzelperson mit einem einmaligen Festpreis-Build, ohne separaten Wartungsvertrag und ohne vertraglich geklärten Zugriff auf Quellcode und Inhalte.

  • Jahr 1: Baupreis CHF 900 einmalig, dazu Hosting und Domain CHF 180 im Jahr. Jahr 1 gesamt: CHF 1’080.
  • Jahr 2: Hosting und Domain CHF 180. Eine kleine inhaltliche Anpassung wird beim selben Anbieter nach Aufwand verrechnet, CHF 250. Jahr 2 gesamt: CHF 430.
  • Jahr 3: Hosting und Domain CHF 180. Der ursprüngliche Anbieter ist nicht mehr erreichbar; ohne dokumentierten Code-Zugriff bedeutet ein Wechsel faktisch einen Neuaufbau bei einem anderen Anbieter, hier beispielhaft CHF 700. Jahr 3 gesamt: CHF 880.
  • Drei-Jahres-Summe Szenario B: CHF 2’390 – höher als Szenario A, obwohl der Startpreis mit CHF 900 zunächst ähnlich tief wirkte wie ein Baukasten-Jahresabo.

Szenario C: professioneller Build mit eingeplanter Wartung

Eine mittelständische Praxis beauftragt einen professionellen Einmal-Build mit individuellem Design und schliesst zusätzlich einen separaten Wartungsvertrag ab, der Hosting, Sicherheitsupdates und kleinere Anpassungen abdeckt.

  • Jahr 1: Baupreis CHF 2’500 einmalig, dazu ein Wartungsvertrag CHF 40 im Monat, CHF 480 im Jahr. Jahr 1 gesamt: CHF 2’980.
  • Jahr 2: Wartungsvertrag CHF 480. Kein Redesign nötig, da individuell gebaut und laufend technisch gepflegt. Jahr 2 gesamt: CHF 480.
  • Jahr 3: Wartungsvertrag CHF 480, keine weiteren Positionen. Jahr 3 gesamt: CHF 480.
  • Drei-Jahres-Summe Szenario C: CHF 3’940 in reinen Franken-Kosten – die höchste Summe der drei Szenarien in diesem Beispiel.

Die drei Jahre im Vergleich: was die Zahlen zeigen – und was sie nicht zeigen

In diesem konkreten Rechenbeispiel ist die Baukasten-Lösung in Eigenregie über drei Jahre gerechnet die günstigste Variante in reinen Franken-Kosten – CHF 1’590 gegenüber CHF 2’390 für den günstigen Einmal-Build ohne Wartung und CHF 3’940 für den professionellen Build mit Wartungsvertrag. Das ist kein Zufall der Formulierung, sondern die ehrliche Konsequenz der getroffenen Annahmen: Szenario A verlangt viel Eigenleistung, aber wenig Bargeld. Szenario C verlangt wenig Eigenleistung, aber mehr Bargeld. Szenario B liegt dazwischen – und zeigt zugleich das eigentliche Risiko dieses Artikels: nicht der tiefe Startpreis an sich, sondern ein tiefer Startpreis ohne geklärte Eigentumsverhältnisse an Code und Inhalten.

Ob dieses Ergebnis auch für Ihr eigenes Projekt gilt, hängt von Zahlen ab, die hier bewusst als Beispiel markiert sind: Abogebühr, Wartungspreis, Migrationsaufwand. Ändert sich eine dieser Annahmen – etwa weil ein Redesign in Szenario A schon im zweiten statt im dritten Jahr nötig wird, oder weil ein Wartungsvertrag günstiger verhandelt wird – verschiebt sich das Bild. Genau diese Rechnung lässt sich mit Ihren eigenen Zahlen statt mit unseren Beispielwerten nachvollziehen.

Zur Einordnung, ohne die Rechnung zu manipulieren: Weissmanns eigene Starter Website kostet regulär CHF 2’490, aktuell zum Aktionspreis von CHF 880 – als einmaliger Baupreis vergleichbar mit dem Startposten in Szenario B oder C, nicht als automatischer Sieger dieser Rechnung. Ein gebündeltes, mehrjähriges Wartungspaket verkauft Weissmann aktuell nicht als festen Preisposten; Hosting und laufende Pflege sind nach dem Launch separat zu klären, genau wie es die Kostentreiber-Checkliste oben zu prüfen empfiehlt – bei Weissmann ebenso wie bei jedem anderen Anbieter. Das ist kein Nachteil, den dieser Artikel verschweigt: Es bedeutet, dass die Franken-Zahlen für Jahr 2 und Jahr 3 einer mit Weissmann gebauten Website von den individuellen Vereinbarungen abhängen, die nach dem Launch getroffen werden – nicht von einer Zahl, die dieser Artikel für Sie vorwegnehmen könnte.

Der Kostenfaktor, den diese Rechnung bewusst nicht beziffert: Performance und Konversion

Eine langsame oder schlecht bedienbare Website kostet Anfragen, die nie als Rechnungsposition auftauchen, weil sie schlicht nie stattfinden. Google dokumentiert diesen Zusammenhang technisch über die Core Web Vitals – Ladezeit, Interaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität einer Seite –, die sowohl die Nutzererfahrung als auch die Einordnung durch die Suchmaschine beeinflussen. Wie stark sich das in entgangenen Anfragen niederschlägt, unterscheidet sich je nach Branche, Zielgruppe und Konkurrenzsituation so stark, dass eine einzelne Franken-Zahl dafür eine Genauigkeit vortäuschen würde, die nicht existiert.

Deshalb taucht dieser Faktor in den drei Szenarien oben nicht als eigene Zeile auf – nicht, weil er unwichtig wäre, sondern weil eine erfundene Zahl schlechter ist als keine Zahl. Was sich stattdessen sagen lässt: Ein Baukastensystem mit generischer Vorlage und eine individuell für Performance gebaute Website unterscheiden sich in der Praxis häufig in Ladezeit und mobiler Bedienbarkeit – und dieser Unterschied wirkt über drei Jahre auf jede einzelne Anfrage, nicht nur einmalig auf die Franken-Summe des jeweiligen Szenarios. Wer diesen Faktor für das eigene Geschäft ernst nimmt, sollte ihn qualitativ in die Entscheidung einbeziehen, auch ohne dass dieser Artikel ihn in CHF beziffert.

Was über drei Jahre schiefgehen kann

Die teuersten Überraschungen bei einer Website entstehen selten im ersten Monat. Sie entstehen dort, wo eine Drei-Jahres-Perspektive beim Vertragsabschluss gefehlt hat.

  • Ein Plugin- oder Erweiterungsanbieter erhöht mitten im Vertragsjahr den Lizenzpreis oder stellt ein genutztes Tarif-Tier ein: eine Funktion, die gestern CHF 8 im Monat kostete, kostet plötzlich CHF 25 oder verschwindet ganz. Vorbeugung: Bei geschäftskritischen Erweiterungen vor dem Einsatz prüfen, ob eine Alternative existiert, falls sich das Preismodell ändert.
  • Ein Baukastenanbieter verändert seine Tarifstruktur grundlegend: Das bisherige Abo wird eingestellt, ein Upgrade auf ein teureres Paket wird faktisch erzwungen. Vorbeugung: Die Exportfunktionen des Anbieters kennen, bevor sie gebraucht werden, nicht erst danach.
  • Eine ungewartete Website läuft auf veralteten Komponenten und wird über eine bekannte Sicherheitslücke kompromittiert: Die Bereinigung kostet in der Regel deutlich mehr als die Wartung, die sie verhindert hätte. Vorbeugung: Mindestens jährlich prüfen, ob CMS, Plugins und Zertifikate aktuell sind, unabhängig davon, ob dafür ein Wartungsvertrag existiert.
  • Der ursprüngliche Freelancer oder Kleinanbieter ist im Bedarfsfall nicht mehr erreichbar, und niemand hat vorher geklärt, ob Code und Inhalte exportierbar sind: Aus einer geplanten kleinen Anpassung wird ein ungeplanter Neubau. Vorbeugung: Die Frage nach Eigentum und Exportierbarkeit vor Vertragsabschluss stellen, nicht erst beim Ausfall.
  • Ein Redesign wird nicht geplant, sondern erzwungen, weil die Website technisch oder optisch an ihre Grenzen stösst – genau dann, wenn wenig Zeit für eine sorgfältige Anbieterwahl bleibt: Panik-Entscheidungen unter Zeitdruck sind selten die günstigsten. Vorbeugung: Den ungefähren Redesign-Zeitpunkt schon beim Launch grob einplanen, statt ihn erst zu entdecken, wenn er bereits überfällig ist.

Wann eine billige Website trotzdem die richtige Wahl ist

Dieser Artikel beschreibt vor allem Risiken der günstigen Variante – das ist sein Thema, nicht sein vollständiges Urteil. Für einige Situationen ist die billige Lösung nicht nur günstiger, sondern schlicht die richtige Antwort, und Szenario A aus der Rechnung oben ist dann kein Kompromiss, sondern die passende Wahl.

In allen vier folgenden Fällen ist die eigentliche Frage nicht «billig oder teuer», sondern ob die getroffene Wahl zur erwarteten Nutzungsdauer und zum eigenen Pflegewillen passt. Das ist dieselbe Überlegung, die Szenario A in der Rechnung oben günstiger macht als die anderen beiden – nur diesmal nicht als Franken-Summe, sondern als Kriterium vor der Entscheidung.

  • Eine Kampagnen- oder Eventseite mit klar begrenzter Lebensdauer, die nach wenigen Monaten ohnehin wieder offline geht: Ein mehrjähriges Wartungskonzept löst hier ein Problem, das gar nicht existiert.
  • Ein Geschäftsmodell, das noch getestet wird, bevor investiert wird: Eine einfache, selbst gepflegte Seite validiert die Idee, ohne Kapital zu binden, das an anderer Stelle wichtiger ist.
  • Eine Inhaberin oder ein Inhaber, die tatsächlich Zeit und Interesse haben, ein Baukastensystem selbst zu pflegen, und für die dieser Aufwand kein verstecktes Opfer, sondern eine akzeptierte Aufgabe ist.
  • Ein sehr kleines, lokal über Empfehlungen laufendes Geschäft, bei dem die Website eine Visitenkarte ist, kein Verkaufskanal – hier steht der Aufwand einer professionellen Konversionsarchitektur in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Mit den eigenen Zahlen weiterrechnen

Eine seriöse Drei-Jahres-Einschätzung entsteht nicht aus den Beispielzahlen dieses Artikels, sondern aus Ihren eigenen: Ihrem tatsächlichen Abo- oder Baupreis, Ihrer realistischen Einschätzung, wann ein Redesign fällig wird, und der Frage, ob Sie Code und Inhalte im Ernstfall mitnehmen könnten. Diese Drei-Jahres-Rechnung lässt sich mit Ihren eigenen Zahlen transparent nachvollziehen – ohne eine einzige von uns erfundene Zahl.

Häufige Fragen

Ist eine günstige Website automatisch eine schlechte Investition?

Nein. Wie der Abschnitt zu den ehrlichen Ausnahmen in diesem Artikel zeigt, ist eine günstige Lösung für Kampagnenseiten, Testprojekte oder sehr kleine, empfehlungsbasierte Geschäfte oft die richtige Wahl. Problematisch wird eine günstige Website erst, wenn ihr Startpreis Erwartungen weckt, die die tatsächliche Drei-Jahres-Nutzung nicht erfüllen kann – vor allem, wenn Eigentum an Code und Inhalten ungeklärt bleibt.

Warum wird in diesem Rechenbeispiel keine entgangene Konversion in Franken beziffert?

Weil eine erfundene Zahl schlechter ist als keine Zahl. Wie stark eine langsame oder schlecht bedienbare Website Anfragen kostet, hängt von Branche, Zielgruppe und Konkurrenz ab und lässt sich seriös nicht pauschal in CHF ausdrücken. Der Artikel benennt diesen Kostenfaktor deshalb qualitativ, statt eine unbelegte Marktstatistik zu erfinden.

Wie oft muss eine Website realistisch neu gestaltet werden?

Es gibt dafür keinen seriösen, allgemeingültigen Wert – das hängt von der gewählten Plattform, dem Pflegezustand und davon ab, wie stark sich Ihre Branche visuell und technisch weiterentwickelt. In den Beispielszenarien dieses Artikels ist das Redesign in Szenario A bereits im dritten Jahr eine Annahme, keine Regel; bei individuell gebauten und laufend gepflegten Websites verschiebt sich dieser Zeitpunkt in der Praxis oft deutlich nach hinten.

Was ist Vendor-Lock-in bei einer Website, und wie lässt er sich vermeiden?

Vendor-Lock-in bedeutet, dass Inhalte oder Design technisch so eng an eine bestimmte Plattform oder einen bestimmten Anbieter gebunden sind, dass ein Wechsel faktisch einem Neubau gleichkommt statt einem Umzug. Vermeiden lässt sich das, indem vor Vertragsabschluss geklärt wird, ob und wie sich Code, Inhalte und Design exportieren lassen – eine Frage, die in die Kostentreiber-Checkliste dieses Artikels gehört.

Deckt der einmalige Website-Preis auch die Jahre danach ab?

In der Regel nicht, und das gilt unabhängig vom Anbieter, auch für Weissmanns eigene Preisstufen: Ein einmaliger Baupreis ist eine Bauleistung, kein mehrjähriger Wartungsvertrag. Was Hosting, Updates und laufende Pflege nach dem Launch kosten, sollte separat und ausdrücklich geklärt werden, nicht stillschweigend vorausgesetzt.

Wie berechne ich meine eigenen laufenden Website-Kosten über drei Jahre?

Mit den eigenen, tatsächlichen Zahlen statt den Beispielwerten dieses Artikels: Startpreis, jährliche Hosting- und Lizenzkosten, ein realistisch geschätzter Redesign-Zeitpunkt und die Frage, ob im Ernstfall ein Anbieterwechsel Migrationskosten auslösen würde. Die folgende Aufstellung führt genau durch diese Punkte.

Was kostet ein Anbieterwechsel, wenn ich mit meiner aktuellen Website unzufrieden bin?

Das hängt fast vollständig davon ab, ob Sie Zugriff auf Code, Inhalte und Design in exportierbarer Form haben. Mit klarem Eigentum ähnelt ein Wechsel eher einem Umzug; ohne dieses Eigentum ähnelt er, wie Szenario B in diesem Artikel zeigt, meist einem vollständigen Neubau – mit entsprechendem Preis.

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